Lexikon - W

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In seiner großen Vielfalt ist Wein, wie es schon der Name besagt, die edle Basis des Weinbrandes. Die Auswahl der für die Destillation besonderes geeigneten Weine jedoch verlangt großes Wissen, eine geschmackssichere Zunge und viel Erfahrung. Die Launen der Natur sind es, neben der schweren Arbeit des Winzers, die über Menge und Qualität der Ernte entscheiden. Dies gilt auch bei jenen, die von den Weinbrennereien für die Destillation zum Weinbrand ausgewählt werden. Das Naturprodukt Wein fällt von Jahr zu Jahr und von Gebiet zu Gebiet immer anders aus. Die deutschen Weinbrennereien beziehen ihre Weine aus den großen Anbaugebieten Europas. Sie sind dabei nicht an enge regionale Grenzen gebunden, sondern genießen die Freiheit, die zum Brennen geeigneten Weine aus allen Anbaugebieten beziehen zu können. Allerdings hindert ein hoher Außenzoll den Zugang zu Ländern, die der Europäischen Gemeinschaft nicht angehören.

Beim Genuss des Weinbrandes erfreut sich der Kenner zunächst am schönen goldbraunen Farbspiel und riecht schließlich das herrliche, deutlich weinige Bukett (das Glas dabei ein wenig kreisförmig schwenken). Dann erst sollte man ihn in kleinen Schlucken genießen.

Weinbrand hat eine lange Geschichte. Erste Zeugnisse des Weinbrennens in Europa gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Um 1250 ist die Kenntnis des Weinbrennens zuerst auf dem Seeweg, dann über das Handelszentrum Brügge in Flandern zu uns gelangt. Weinbrand ist eine der beliebtesten Spirituosen in Deutschland (Anteil des Weinbrandes an der deutschen Spirituosen-Produktion ca. 25 %). Nur Qualitätsbranntwein aus Wein darf als Weinbrand bezeichnet werden.

Nicht mehr zulässige Bezeichnung. Siehe Branntwein-Verschnitt…

Bezeichnung für ein Unternehmen, das auf dem Wege der Destillation Weindestillat erzeugt.

Siehe Zunftsiegel…

Siehe Destillat…

Weingeist ist gleichzusetzen mit Alkohol. Die Verwendung der Bezeichnung Weingeist auf dem Etikett einer nicht aus Wein gewonnenen Spirituose ist irreführend und daher für einen Alkohol aus anderen Stoffen nicht zulässig.

Bereits im Weingesetz von 1930 wurden die Voraussetzungen für das Qualitätserzeugnis Weinbrand festgelegt. Das Weingesetz von 1971 hat noch strengere Qualitätsvoraussetzungen geschaffen.

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