Lexikon - E

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Französische Bezeichnung für Branntwein aus Wein.

Holz ist ein Naturstoff. So wie jedes Fass naturbedingt ein wenig anders ausfällt, entwickelt sich auch das darin befindliche Destillat anders als das im nächsten Fass. Nach angemessener Zeit füllt man deshalb den Inhalt der Fässer in einen großen Bottich zum Egalisieren, also zum Ausgleich der Geschmacksunterschiede. Die Reife geht anschließend in den kleinen Fässern weiter.

Weinbrand wird in kleinen Fässern („Barriques“) der wertvollen Limousineiche (Limousin, Landschaft ostwärts von Cognac) gelagert. Während der Lagerdauer läuft eine Reihe komplizierter Vorgänge ab. Da ist zunächst wichtig der Zutritt von Sauerstoff durch Fassporen. Allerdings verdunstet dabei auch ein Teil des Alkohols. Man nennt ihn gerne den „Anteil der Engel“. Durch diesen Austausch bilden sich erwünschte Geschmacksstoffe, die dem Weinbrand seine Harmonie geben. Das Holz des Fasses gibt dem Weinbrand wertvolle Extraktstoffe, wodurch sich allmählich die goldbraune Farbe ergibt. Die Lebensdauer der Fässer beträgt ca. 15 Jahre, denn das Destillat entzieht dem Holz die Wirkstoffe.

Jede Flasche Weinbrand muss ein Etikett mit den vorgeschriebenen Bezeichnungen tragen. Branntwein aus Wein, gleich welcher Herkunft, muss in deutscher Sprache als Branntwein aus Wein bezeichnet werden. Erfüllt er die Voraussetzungen gemäß §§ 40 bzw. 44 Weingesetz, ist die Kennzeichnung Qualitätsbranntwein aus Wein oder Weinbrand möglich. Anzugeben sind außerdem die Alkoholstärke in Volumenprozent (% vol) sowie der Name oder die Firma des Herstellers oder Abfüllers. Inländischer Branntwein aus Wein darf als deutscher Weinbrand aus Wein oder deutscher Weinbrand bezeichnet werden, wenn sein Alkoholgehalt ausschließlich aus im Inland gewonnenem Destillat stammt und er dort auch hergestellt und fertiggestellt worden ist.

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