Lexikon - B

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Französisches Weinmaß mit zirka 225 l Inhalt. Generell bezeichnet man mit Barriques auch kleinere Eichenholzfässer, überwiegend aus französischer Limousineiche.

Siehe Destillateur…

In einigen Ländern der Europäischen Gemeinschaft Bezeichnung für Branntwein aus Wein. Nach deutscher Verkehrsauffassung nur zulässig für Qualitätsbranntwein aus Wein. In Deutschland auch verwendet für Fruchtsaft- und Fruchtaromaliköre, z.B. Apricot-Brandy.

Das Deutsche Weingesetz von 1971 unterscheidet zwischen Branntwein aus Wein und Qualitätsbranntwein aus Wein = Weinbrand. Weinbrand, also ein Qualitätsbranntwein aus Wein, hat strengere Qualitätsvorschriften zu erfüllen als ein Branntwein aus Wein. Um eine Irreführung des Verbrauchers zu vermeiden, sollte die Bezeichnung Branntwein künftig nur den Produkten vorbehalten bleiben, die tatsächlich aus Wein hergestellt worden sind.

Bei der Herstellung von Branntwein-Verschnitt wird Weindestillat oder Branntwein aus Wein mit reinem neutralen Äthylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs vermischt. Das so hergestellte Getränk muss zu wenigstens 10 % aus Weindestillat oder Branntwein aus Wein stammen. Die Bezeichnung Branntwein-Verschnitt sowie der Alkoholgehalt sind auf dem Hauptetikett anzubringen. Die Angabe Weinbrennerei darf auf dem Etikett nicht verwendet werden. Die Flaschen-Ausstattung (Etikettengestaltung, Text) für Branntwein-Verschnitt muss so gestaltet sein, dass eine Verwechslung mit Branntwein aus Wein nicht möglich ist.

Das Branntweinlager steht unter Aufsicht der Zollbehörde. Es werden dort noch nicht versteuerte Waren gelagert, die auch be- oder verarbeitet werden können. Die Versteuerung erfolgt erst dann, wenn der Weinbrand das Branntweinlager verlässt.

Verbrauchssteuer, die nur auf Alkohol erhoben wird, der auf dem Wege der Destillation gewonnen ist. Der Steuersatz je Liter reinem Alkohol (r. A.) beträgt z. Zt. für Alkohol zu Trinkzwecken € 13,04, das bedeutet beispielsweise für einen 38-prozentigen Weinbrand € 3,47 pro Flasche (0,7 Liter).

Ein Destillationskessel aus Kupfer. In der Brennblase wird in der ersten Destillation der Brennwein und in der zweiten Destillation der Rohbrand mittels Wasserdampfheizschlangen zum Sieden gebracht. Den oberen Abschluss der Brennblase bildet ein kupferner Helm, der die Alkoholdämpfe sammelt und vorkühlt, bevor sie in die Verstärkerkolonnen gelangen.

In großen kupfernen Kesseln, den Brennblasen, wird der Wein auf die zum Verdampfen erforderliche Temperatur gebracht. Die mit den wertvollen Bukettstoffen des Weines angereicherten alkoholreichen Dämpfe gelangen durch den Helm der Blase in den Kühlzylinder. Die Dämpfe werden kondensiert und gewinnen, nunmehr in konzentrierter Form und kristallklar, ihre flüssige Eigenschaft wieder. Das Ergebnis dieser Destillation wird als Rohbrand bezeichnet. Er hat ca. 40 % vol Alkohol und schmeckt so, wie sein Name klingt. Erst durch eine zweite Destillation wird der Rohbrand verfeinert. Beim zweiten Brennvorgang unterscheidet man zwischen Vorlauf, Mittellauf und Nachlauf. Diese einzelnen, ineinander übergehenden Destillationsabschnitte, müssen nun sorgfältig getrennt werden. Nur der Mittellauf wird später einmal zu Weinbrand werden. Vor- und Nachlauf hingegen werden abgeschieden, da sie unerwünschte Nebenstoffe enthalten.

Zwischenprodukt zur Gewinnung von Weindestillat. Ein bereits durchgegorener Wein wird mit einem Weindestillat auf den erforderlichen Alkoholgehalt von mindestens 18 bis höchstens 24 % vol gebracht.

Die deutschen Weinbrennereien sind frei im Bezug ihrer Grundweine, die aus allen Ländern der Europäischen Gemeinschaft kommen können. Es werden auf diese Weise ganz verschiedene Mischungen gewonnen, so dass die Skala der Weinbrände von feinduftig und leicht bis bukettreich und schwer reicht, mit betont weinigem Geschmack und unter Verzicht auf die Parfümnote, die Weinbrand ähnlichen Erzeugnissen anderer europäischer Länder eigen ist.

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